Zwanzig Jahre, die alles verändern
Die Zeit zwischen 60 und 80 ist nicht in erster Linie eine Frage der Gene, sondern der Entscheidungen, die jeder von uns treffen kann. Mit 60 fühlen sich viele noch stark: ein paar Wehwehchen nach einer Wanderung, die Sehkraft lässt im Restaurant nach … doch der Horizont der 80er scheint weit entfernt, fast unwirklich. Doch Altersexperten sind sich einig: Was Sie heute entscheiden – nicht in zehn Jahren, nicht im Ruhestand – bestimmt, wie Sie Ihre verbleibenden Jahrzehnte verbringen werden.
Wenn Genetik nicht alles ist
Die Forschungsergebnisse sind beunruhigend und ermutigend zugleich. Ja, die Genetik spielt eine Rolle. Aber es sind nicht Ihre Gene, die über Ihre Zukunft entscheiden, sondern Ihre täglichen Entscheidungen.
Die entscheidenden Faktoren für ein gesundes Altern liegen weder in der DNA noch in komplexen oder teuren Behandlungen. Sie beruhen im Wesentlichen auf drei einfachen Entscheidungen, die fast jeder treffen kann. Dennoch übersehen viele diese Entscheidungen, weil sie davon überzeugt sind, dass der Verfall ebenso unvermeidlich ist wie die Steuern.
Das wahre Geheimnis fitter 80-Jähriger
Studien zum Altern zeigen einen auffälligen Kontrast: Manche Achtzigjährige sehen 20 Jahre jünger aus, während andere bereits vorzeitig gealtert wirken.
Der Unterschied lässt sich weder mit einem Medizinschrank noch mit einem DNA-Test erklären. Er liegt in drei grundlegenden Entscheidungen, die im Alter von 60 Jahren getroffen werden und die folgenden Jahrzehnte prägen. Diese Entscheidungen bilden den roten Faden, der Unabhängigkeit von Abhängigkeit, Vitalität von Zerbrechlichkeit, Engagement von Isolation trennt.
1. Beginnen Sie jetzt mit dem Heben schwerer Gegenstände: Ihre Mobilität und Ihre zukünftige Gesundheit hängen davon ab!
Ohne willentliches Zutun verlieren Sie zwischen 60 und 80 Jahren etwa 30 % Ihrer Muskelmasse. Das bedeutet fast ein Drittel Ihrer Körperkraft. Dabei geht es nicht um Ästhetik: Es geht darum, ob Sie nach dem Spielen mit Ihren Enkeln, dem Tragen Ihres Gepäcks oder einem Sturz noch aufstehen können, ohne sich die Hüfte zu brechen.
Im Jahr 1990 begleitete Dr. Maria Fiatarone Singh im Rahmen ihrer bahnbrechenden Forschung Pflegeheimbewohner im Alter von 86 bis 96 Jahren, die acht Wochen lang ein hochintensives Krafttraining absolvierten. Die Ergebnisse revolutionierten die Medizin: Die Teilnehmer gewannen im Durchschnitt 174 % mehr Kraft und 9 % mehr Muskelmasse und kehrten damit den jahrzehntelangen Abbau um. Und es handelte sich nicht um Sportler, sondern um pflegebedürftige ältere Menschen.
Forscher erinnern uns: Mit 80 anzufangen ist wie der Versuch, Mathematik zu lernen, ohne Arithmetik zu beherrschen. Mit 60 reagiert der Körper noch positiv auf Training: Das Nervensystem passt sich an, Hormone unterstützen die Anstrengung und die Gelenke tolerieren Bewegung. Wer zu lange wartet, setzt sich nicht nur Schwäche, sondern auch Stoffwechseldegeneration, Gleichgewichtsverlust und wachsender Angst vor Bewegung aus.